Jozsef Juhasz

Solist Frühjahr 2009

Geboren 1967 in Ungarn. Studium in Budapest, Würzburg und Frankfurt, wo er sein Studium bei David Glidden erfolgreich absolviert hat.

1992 schloss er sich der weltberühmten Solistengruppe des Ensemble Modern an, wo er bis zum heutigen Tag spielt und bei vielen Festivals, Konzertreisen und Platteneinspielungen mitgewirkt hat.
Seine enge Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten wie Rihm, Lachenmann, Henze, Kagel, Boulez trug zur Entstehung vieler zeitgenössischer Kompositionen bei.

Seit 1997 ist Joszef Juhasz Tubist der Frankfurter Oper/ Frankfurter Museumsorchester und seit 2007 hat er an der Musikhochschule Karlsruhe eine Dozentur für Tuba inne.

Armin Ziegler

Solist Herbst 2008

Armin Ziegler absolvierte sein Musikstudium an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken bei Alfred Reiser. Weitere Studien bei Alfred Prinz, Wien, Georg Zeretzke und Karl Leister in Berlin. 1981-85 war er Mitglied des Orchesters der Deutschen Oper am Rhein und seit April 1985 als Klarinettist im hr-Sinfonieorchester Frankfurt. Seit 1999 ist Armin Ziegler Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Würzburg.

László Fenyö

Solist Frühjahr 2008: Konzert für Violoncello und Blasorchester (F. Gulda)

In seiner Heimat Ungarn zählt László Fenyö schon seit einiger zu den gefragtesten Solisten: die Mehrzahl seiner Auftritte wird vom ungarischen Rundfunk live gesendet bzw. mitgeschnitten; mit nahezu allen wichtigen ungarischen Orchestern hat der 31jährige Musiker bereits zusammengearbeitet. Zudem wurde ihm im März 2005 als staatliche Auszeichnung der renommierte Franz-Liszt-Preis verliehen.

Schon mit 13 Jahren studierte er an der Budapester Franz-Liszt-Musikhochschule, 1994 bis 1998 studierte er in Lübeck bei David Geringas, wobei er bei Meisterkursen mit Miklós Perényi und Siegfried Palm seinen musikalischen Horizont erweitern konnte. Ein ungewöhnlich breites Repertoire, von Bach bis Krenek, hat László Fenyö eine lange Liste von Wettbewerbserfolgen beschert: unter anderem errang er den ersten Preis beim ungarischen Nationalwettbewerb und gewann den Pierre-Fournier-Sonderpreis in Genf. Außerdem überzeugte er die hochkarätige Jury beim Pabl-Casal-Wettbewerb in Kronberg, der „Welthauptstadt des Cellos“. Ihm wurde im September 2004 nicht nur der erste Preis dieses Wettbewerbs zuerkannt, sondern auch der Sonderpreis für die beste Uraufführung.

Nach Solostellen im Budapester Rundfunkorchester und der Philharmonia Hungarica ist László Fenyö derzeit Solocellist des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt.

Über seine Engagements in Ungarn und Deutschland hinaus ist László Fenyö 2006/2007 auch in Lissabon, in Belgrad, in den USA und in Singapore zu hören, u.a. unter der Leitung von K. Penderecki. Auch zwei neue CD-Aufnahmen werden von László Fenyö 2007/08 erscheinen: Kammermusik mit dem Pianisten Oleg Pollianski bei Aulos/Musikado bzw. die Cellokonzerte von J.Haydn (D-Dur) und D.Schostakowitsch (Nr. 1) mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Dirigenten Grant Llewellyn bei dem Label hr.music.de.

László Fenyö spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahre 1695.

Agnieszka Koprowska-Born

Solistin Herbst 2007: Konzert für Marimbaphon (Ney Rosauro)

Agnieszka Koprowska-Born studierte Schlagzeug an der Fryderyk Chopin Musikakademie Warschau und schloss 2001 mit Auszeichnung ab. Auch das anschließende Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Prof. Klaus Treßelt schloss sie 2004 bravourös ab. Derzeit studiert sie in der Meisterklasse an der Hochschule für Musik Frankfurt bei Prof.Reiner Römer (Ensemble Modern).

Zahlreiche Preise belegen Agnieszka Koprowska-Borns musikalische Qualität, 1999 gewann sie die beste Wertung beim Internationalen Schlagzeugwettbewerb in Brünn/Tschechien, wurde 2000 Finalistin des polnischen Mikolaj Stasiniewicz Marimbawettbewerbs in Warschau und errang 2001 den Spezialpreis von Radio Krakau beim 5. Internationalen Krzysztof Penderecki Wettbewerb für zeitgenössische Kammermusik. 2002 war sie Semifinalistin im international renommierten „Concours de Genéve“ sowie 2006 im Internationalen Wettbewerb TROMP in Eindhoven (Niederlande). Im selben Jahr war sie Preisträgerin beim X. internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Kammermusik in Krakau.

Ihre Arbeit wurde 2001 durch ein Stipendium des DAAD und 2004 durch ein Stipendium der Kulturstiftung der Kreissparkasse Limburg gefördert. 2005 wurde sie in die Yehudi Menuhin Stiftung „live music now“ aufgenommen.

Verschiedene Meisterkurse (u. a. bei John Beck, Steven Schick, Katarzyna Mycka, Keiko Abe) erweiterten den musikalischen Stil von Agnieszka Koprowska-Born, der in ihre vielfältige solistische Arbeit einfließt. So stellte sie ihr Können beispielweise bei der Musica Polonica Nova in Breslau vor und spielte im Witold Lutoslawski Forum Warschau, bei den Rheinsberger Musiktagen und beim Internationalen Percussion Festival in Warschau sowie dem Warschauer Herbst. Die Arbeit mit Ensembles und Orchestern wie dem Percussionensemble Stuttgart, dem Warschauer Percussionensemble und dem Orchester des polnischen Rundfunks ergänzen das Arbeitsfeld von Agnieszka Koprowska-Born.

Prof. Oliver Siefert (Posaune)

Solist Frühjahr 2007: T-Bone Concerto (Johan de Meij)

Oliver Siefert studierte Posaune bei Prof. Branimir Slokar in Trossingen und Bern, weitere Studien verbinden ihn mit Prof. Lutz Köhler, Berlin und Dr. Edward Tarr, Basel. Er war Mitglied der „Jungen Deutschen Philharmonie“ und gewann 1988 den Deutschen Hochschulwettbewerb sowie 1992 den Internationalen Musikwettbewerb „Prager Frühling“. 1991 verpflichtete ihn das Radiosinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (jetzt HR - Sinfonieorchester) als 1.Soloposaunisten nach Frankfurt.Neben zahlreichen Solokonzerten und CD - Einspielungen als Mitglied des hr - brass Ensembles (Blechbläser des RSO Frankfurt), ist Oliver Siefert Gründungsmitglied des Datura - Posaunenquartetts. 1993 gewann er mit diesem Quartett den Jan Koetsier - Preis. Es folgten Uraufführungen von Wolfgang Rihm, Heinz Holliger, Uros Rojko u.a.Seit 1997 gibt Oliver Siefert Duokonzerte mit der Harfenistin Maria Stange. Für diese außergewöhnliche Besetzung wurden schon mehrere Stücke geschrieben und 2000 erschien bei „Ars Musici“ die erste CD.Seit 1999 ist Oliver Siefert Leiter der Posaunenklasse an der Musikhochschule in Basel. Zum Oktober 2003 wurde Oliver Siefert als Professor für Posaune an die Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main berufen.

Ludger Vollmer (Komposition)

Uraufführung Frühjahr 2007: Updating The Virus

Ludger Vollmer wurde 1961 in Berlin geboren und lebt heute in Weimar. Nach einer Berufsausbildung zum Werkzeugmacher mit Abitur studierte er an den Musikhochschulen in Weimar und Leipzig Violine, Viola und Komposition sowie Diplom Pädagogik. Nach 5 Jahren im Berufsorchester schloss er ein weiteres Kompositionsstudium bei Dimitri Terzakis als Stipendiat des Cusanuswerkes mit dem Konzertexamen im Fach Komposition und dem Erwerb der Diplome für Komposition sowie Pädagogik der Improvisation ab. Kontakte mit Musikern wie Alfred Schnittke üben weiter starken Einfluss auf sein Arbeit aus. Seit 1995 wirkt er als freischaffender Komponist, Instrumentalmusiker und Pädagoge. Sein kompositorisches Werk kommt mittlerweile in bislang vier Kontinenten regelmäßig zur Aufführung. 2004 wurde seine Oper „Paul und Paula oder die Legende vom Glück ohne Ende“ nach Plenzdorf am Theater Nordhausen uraufgeführt, kurz danach ging bereits sein Tanztheater „Der Dreispitz“ in Mexiko auf Tournee. Besondere Schwerpunkte seines aktuellen Schaffens sind interkulturelle Themenbereiche, so ist er nach einem Studienaufenthalt in Istanbul derzeit mit den Arbeiten zum Musiktheater „Gegen die Wand“ nach Faith Akin befasst. Die Uraufführung seines Werkes „Updating the Virus“ wird vom Sinfonischen Blasorchester Hessen gespielt.

Mehr Informationen zum Werk: M – Musik zum Lesen, Ausgabe vom Januar 2007, S. 42 - 43

Maja Helmes (Trompete)

Solistin Herbst 2006: Variations sur Le Carneval de Venise (Arban)

Maja Helmes wurde 1976 in Kopenhagen geboren.Neben Privatstudien in England und in den U.S.A. studierte sie Trompete an der Königlichen Dänischen Musikhochschule sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. William Forman, wo sie im Jahre 2004 ihr Konzertexamenabsolvierte.Als Stipendiatin der Herbert von Karajan Stiftung hat Maja zudem bei zahlreichen Konzerten der Berliner Philharmoniker mitgewirkt. Nach erfolgreich absolviertem Studium, spielte Maja eine Spielzeit als Solo-Trompeterin an der Deutschen Oper Berlin. Im Anschluss daran wurde sie Trompeterin des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks in Frankfurt.Neben Zahlreichen solistischen Auftritten, widmet sich Maja mit großem Interesse der Kammermusik. Mit ihrem Blechbläserquintett „Art of Brass Copenhagen“ hat sie mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Als Solistin wurde ihr u.a. der Dänische Rødovre Musikpreis, der erste Preis beim Wettbewerb des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft, und der grosse Dänische Jacob Gade Preis verliehen.

Hans Reiner Schmidt (Euphonium)

Solist Frühjahr 2006: Dem Himmel so nah...Spirit of Africa (Fred Armbruester)

Reiner Schmidt erhielt seinen ersten Unterricht im Alter von 6 Jahren und wirkte seitdem im heimischen Posaunenchor mit. Nach dem Studium an der Musikhochschule Frankfurt am Main war er von 1978 - 1983 erster Posaunist im Rundfunkorchester-Frankfurt/Main. Seit 1993 ist er Posaunist im RadioSinfonieOrchester-Frankfurt/Main. Die Frankfurt-Jazz-Big-Band wurde von ihm mitbegründet und er leitet das Orchester Hans-Reiner Schmidt (Hessenmusikanten).Bei Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten spielte er Bariton und ist als Komponist und Arrangeur tätig.Bei Workshops unterrichtet er Posaune, Euphonium und Tenorhorn.Solo- und Kammermusikkonzerte im In- und Ausland belegen sein künstlerisches Engagement. 2001 wurde er Preisträger des 1. Deutschen Bariton-Euphonium Wettbewerbs in Hammelburg.An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist er Dozent für Euphonium und Posaune.

Matthias Grimminger (Saxophon)

Solist Herbst 2005: Konzert Nr.1 für Saxophon (Guido Rennert)

Matthias Grimminger wurde 1965 in Landauin der Pfalz geboren. Nach mehreren Preisen bei Bandwettbewerben, Erfahrungen als Stimmführer im Jazzorchester Rheinland-Pfalz, u.a. unter Jiggs Whigham, konnte er bis 1986 bereits auf ein großes Repertoire als Studiomusiker (Saxophon) und Komponist und Arrangeur in verschiedensten Musikrichtungen (u.a. für den NDR Hamburg und die BBC London) zurückblicken. 1985 begann Matthias Grimminger sein Studium an der Musikhochschule Detmold in den Fächern Klarinette bei Prof. Hans Klaus und Komposition bei Prof.Walter Steffens, welches er 1991 abschloss. Direkt im Anschluss erhielt er die Stelle des Solobassklarinettisten bei den Dortmunder Philharmonikern. Seither kann er eine Zusammenarbeit mit den verschiedensten Orchestern, wie dem Rundfunkorchester des WDR und des SWF/SWR, sowie zahlreiche Auftragskompositionen und Verlagsveröffentlichungen vorweisen. Zusätzlich belegen seine Lehraufträge für Klarinette an der Musikhochschule Detmold, Abt. Dortmund und an der Folkwang-Musikhochschule Essen sein musikalisches Engagement in der Zusammenarbeit mit jungen Musikern und Ensembles.